Gestern war ich beim ADAC. Eigentlich wollte ich nur ein paar Karten für unsere Europareise holen.

Ich weiß, heute fährt fast jeder mit dem Handy oder dem Navi. Wahrscheinlich werden auch wir die meiste Zeit Google Maps nutzen. Trotzdem wollte ich Karten aus Papier dabeihaben. Nicht, weil ich ihnen mehr vertraue als meinem Smartphone, sondern weil ich unseren Kindern zeigen möchte, wo wir gerade sind. Welches Land wir verlassen. Welches vor uns liegt. Wie weit wir eigentlich schon gefahren sind. Und das möglichst ohne ständig aufs Handy zu glotzen…

Als ich mit einer dicken Mappe voller Karten, Länderinformationen, Verkehrsregeln und Mauthinweisen, sowie einem Reiseheft über Albanien und einer ADAC Playmobil-Figur wieder herauskam, wurde mir zum ersten Mal bewusst:

Wir fahren in drei Wochen mit unserem eigenen Auto durch elf Länder.

Elf. 11!!!

Irgendwie fühlt sich das plötzlich ziemlich groß an.

Greta erzählt schon überall ganz fleißig von unserer Reise und nicht wenige kommen auf mich zu und wollen „mehr“ wissen. Wenn ich erkläre, welche Route wir geplant haben, gibt es meist geteilte Meinungen. Manche würden es sich gar nicht zutrauen und wiederum andere sind hellauf begeistert.

„Das würde ich auch gern mal machen!“

Aber eines vereint alle Meinungen: Die meisten Menschen finden so einen Roadtrip echt spannend und bestellen schon regelmäßige Bilder und Updates von unserer Reise.

Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem aus einem Traum plötzlich Realität wird. Und dann beginnt die Vorbereitung.

Vorbereitung bedeutet für mich vor allem eins: Sicherheit schaffen

Ich bin niemand, der sich wegen jeder Kleinigkeit verrückt macht. Im Gegenteil.

Ich bin überzeugt, dass sich für die meisten Probleme unterwegs eine Lösung finden lässt.

Selbst mitten im Nirgendwo in Mexiko haben wir schon Medikamente für die Kinder bekommen. Deshalb wird unsere Reiseapotheke wahrscheinlich deutlich kleiner ausfallen als die vieler anderer.

Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ich vor einer so langen Autoreise einfach erledigt haben möchte.

Nicht, weil ich mit Problemen rechne, sondern weil ich entspannter reise, wenn ich weiß, dass wir gut vorbereitet sind. Das ist wie vor einer Klassenarbeit. Ich konnte entspannt in die Arbeit gehen, wenn ich wusste dass ich gut vorbereitet war und allein dieses Gefühl ist wahnsinnig wichtig für die Entscheidungen die man tagtäglich trifft und die Ausführung der eigenen Handlungen.

Unsere Roadtrip-Checkliste für die Balkanroute

Das Auto für den Roadtrip vorbereiten

Unser Auto wird in den kommenden drei Wochen unser treuester Reisebegleiter sein.

Deshalb bekommt es vor der Abfahrt noch einmal besondere Aufmerksamkeit.

Unsere Checkliste:

✔ Ölstand prüfen und Ersatzöl einpacken

✔ Kühlwasser kontrollieren

✔ Reifendruck und Reifenprofil prüfen

✔ Verbandskasten kontrollieren

✔ Warnwesten

✔ Warndreieck

✔ Ersatzschlüssel mitnehmen

Ich habe großes Vertrauen, dass unser Auto die Reise problemlos meistert.

Aber ein bisschen Fürsorge hat es sich vor so einem Abenteuer verdient. Wir sind ADAC Plus-Mitglied und somit für Eventualitäten eigentlich gut abgedeckt.

Versicherungen und Dokumente organisieren

Auch hier gilt für mich: Lieber einmal ordentlich vorbereiten als unterwegs hektisch nach Lösungen suchen.

Mit dabei sind:

✔ Reisepässe für alle vier

✔ Internationale Versicherungskarte fürs Auto (bei der KfZ Versicherung dabei)

✔ ADAC-Mitgliedschaft inklusive Pannenhilfe – Karte mit Telefonnummer reicht.

✔ Auslandskrankenversicherung und die Krankenkarten mit der europäischen Versicherung

Gerade bei einer Route durch so viele Länder gibt mir das ein gutes Gefühl.

Geld, Handy und Navigation

Mit unserer DKB-Karte sollten wir in den meisten Ländern problemlos Bargeld abheben können.

Handynutzung ist ja EU-weit gut möglich. Ich werde trotzdem vorher noch einmal prüfen, in welchen Ländern Roaming innerhalb der EU gilt und wo wir wahrscheinlich eine eSIM benötigen.

Außerdem laden wir unsere Karten vorher offline herunter.

Man weiß schließlich nie, wann das nächste Funkloch kommt.

Unsere kleine Luxusinvestition

Ich glaube, worauf ich mich fast genauso freue wie auf die Reise selbst, ist unser Kühlschrank fürs Auto bzw auf die gekühlten Getränke, die er uns an jedem Ort liefern wird. Was gibt es Besseres als den Ausblick bei einer kalten Limonade zu genießen?

Auch ein kleiner Gasherd mit Gaskartuschen und ein Kofferraum voller Dosenravioli wird mit am Start sein 😉

Gerade mit Kindern stelle ich mir das unglaublich praktisch vor und irgendwie auch gemütlich als ständig nach einem passenden Imbiss oder Restaurant suchen zu müssen, wo es Essen gibt, das allen schmeckt.

Unsere Reiseapotheke

Während andere halbe Drogeriemärkte einpacken, bleibt unsere eher überschaubar.

Mit dabei sind:

  • ätherische Öle für jeden Zweck
  • Sonnencreme
  • Mücken- und Zeckenschutz
  • Pflaster
  • Schmerzmittel für den Notfall

Mehr brauchen wir meistens gar nicht.

Und jetzt beginnt die eigentliche Herausforderung …

Nicht die Route. Nicht die Hotels. Nicht die Grenzübertritte. Nicht einmal die vielen Kilometer.

Sondern das Packen.

Wie organisiert man Kleidung für vier Personen so, dass man nicht jeden Abend mit vier riesigen Koffern ins Hotel marschieren muss? Für eine Nacht versteht sich!!!

Noch habe ich darauf keine perfekte Antwort.

Schlafsäcke für die Kinder kommen auf jeden Fall mit. So haben Sie ihr eigenes und können sich bei Nachtfahrten auch mal im Auto einkuscheln.

Bei den Kleidern tüftele ich noch. Vielleicht wird es Packwürfel geben. Vielleicht Reisetaschen.

Vielleicht entwickelt sich unterwegs auch ein System, an das ich heute noch gar nicht denke.

Vorfreude ist auch ein Teil der Reise

Je näher unsere Abreise rückt, desto häufiger erwische ich mich dabei, wie ich einfach nur auf unsere Straßenkarten schaue. Elf Länder. Drei Wochen. Und ich schüttele den Kopf und denke im selben Moment, manche reisen in einem Rutsch nach Bulgarien. Dann werden wir das doch wohl mit den vielen geplanten Zwischenstopps schaffen.

Unzählige Erinnerungen, die gerade erst entstehen. Und Erlebnisse bzw. Länder und Orte, die wir sonst wahrscheinlich nie sehen würden.

Und ich glaube, unsere Kinder haben noch gar keine Vorstellung davon, welches Abenteuer vor ihnen liegt. Ganz ehrlich? Ich wahrscheinlich auch noch nicht.


Unsere Roadtrip-Checkliste zum Abhaken

  • Auto prüfen
  • Ersatzöl einpacken
  • Ersatzschlüssel mitnehmen
  • Reisepässe kontrollieren
  • Internationale Versicherungskarte einpacken
  • Auslandskrankenversicherung abschließen
  • ADAC-Unterlagen dabeihaben
  • Offline-Karten herunterladen
  • Roaming und eSIM prüfen
  • Kühlschrank fürs Auto vorbereiten
  • Reiseapotheke packen
  • Kleidung organisieren

Fehlt noch etwas?

Dann schreibt mir auf Insta. Vielleicht hilft euer Tipp nicht nur uns, sondern auch anderen Familien, die von ihrem ersten großen Roadtrip träumen.