Wenn ich an Mexiko denke, denke ich irgendwann immer auch an Oaxaca.
Dieser Bundesstaat im Süden des Landes ist für mich einer der faszinierendsten Orte Mexikos. Hier treffen mehrere Welten aufeinander: koloniale Städte, indigene Traditionen, wilde Pazifikstrände, mystische Naturorte und eine Küche, die als eine der besten des Landes gilt.
Viele Reisende entdecken Oaxaca erst auf ihrer zweiten oder dritten Mexiko-Reise. Wer jedoch einmal hier war, versteht schnell, warum viele sagen:
Oaxaca ist das Herz der mexikanischen Seele.
Möchtest du wissen wie du Oaxaca in deine Reiseroute einbauen kannst oder welch fantastische Orte Mexiko noch auf Lager hat, dann lies mal hier rein: Mexiko Rundreisen Ratgeber
Die Pazifikküste von Oaxaca – wilde Strände und Hippieflair
Die Küste von Oaxaca ist ganz anders als die Karibik.
Hier gibt es keine großen Hotelketten und kaum All-Inclusive-Resorts. Stattdessen findet man lange, wilde Strände, kleine Strandorte und eine entspannte Atmosphäre.
Besonders bekannt sind:
- Puerto Escondido
- Huatulco
- Zipolite
Aber auch viele kleine, weniger bekannte Orte liegen entlang der Küste und sind mit Bus, Mietwagen oder kleinen Inlandsflügen erreichbar.
Jeder dieser Orte hat seinen eigenen Charakter.

Puerto Escondido – Pazifik, Surfer und Sonnenuntergänge
Puerto Escondido ist für viele Reisende der Einstieg in die Pazifikküste von Oaxaca.
Als wir dort ankamen, waren wir sofort begeistert. Breite Sandstrände, kaum große Hotels und eine entspannte Atmosphäre – ganz anders als an der Riviera Maya.
Der Januar ist eine wunderbare Reisezeit. Das Wetter ist warm, aber nicht zu heiß, und das Meer zeigt sich von seiner schönsten Seite.
Die Strände sind breit und feinsandig. Oft stehen dort Liegen unter Sonnenschirmen, die zu kleinen Strandrestaurants gehören. Man zahlt nichts für die Liege – bestellt einfach ein Getränk und genießt den Schatten.
Ein perfekter Ort, um den Tag zu verbringen.
Besonders schön sind die Sonnenuntergänge. Wenn die Sonne langsam im Pazifik versinkt und Fischerboote am Horizont vorbeiziehen, entsteht eine Atmosphäre, die man so schnell nicht vergisst.

Wale und kleine Abenteuer auf dem Meer
Eines unserer schönsten Erlebnisse war eine Bootstour hinaus aufs Meer.
Mit einem kleinen Fischerboot fuhren wir weit hinaus und konnten tatsächlich Wale beobachten. Einige der Männer versuchten sogar ihr Glück beim Angeln auf Marlin.
Ich gebe zu: Ein bisschen mulmig war mir schon. Das Boot war klein und wir waren ziemlich weit draußen auf dem offenen Meer – ohne Toilette und mit ordentlich Wellengang.
Aber genau solche Momente machen Reisen doch unvergesslich.
Am liebsten wären wir noch ein paar Tage länger geblieben.
Doch unsere Route führte weiter ins Landesinnere.

Zipolite – Hippies, Freiheit und ein ganz eigener Rhythmus
Ein paar Stunden weiter liegt Zipolite, einer der außergewöhnlichsten Strände Mexikos.
Der Ort ist bekannt als Hippie-Strand und zieht seit Jahrzehnten Freigeister, Künstler und Aussteiger an.
Hier geht alles etwas langsamer.
Es gibt kleine Strandbars, Yoga-Retreats und gemütliche Restaurants direkt im Sand. Manche Besucher bleiben ein paar Tage – andere mehrere Monate.
Zipolite hat eine besondere Atmosphäre, die man schwer beschreiben kann.
Man muss sie einfach erleben.


Oaxaca City – Kultur, Farben und mexikanische Lebensfreude
Nach den entspannten Tagen am Pazifik ging unsere Reise weiter nach Oaxaca City.
Schon die Busfahrt dorthin war ein Erlebnis für sich.
Wir fuhren nachts durch die Berge, während unser Busfahrer die gesamte Strecke über mexikanische Liebeslieder sang. Schlafen war kaum möglich – aber es war herrlich typisch mexikanisch.
Als wir schließlich ankamen, wartete eine der (für mich) schönsten Städte Mexikos auf uns.
Oaxaca ist farbenfroh, lebendig und voller Geschichte.
Die bunten Häuser, die kolonialen Kirchen und die vielen kleinen Plätze verleihen der Stadt einen ganz eigenen Charme.

Kulinarisches Herz Mexikos
Oaxaca gilt als kulinarische Hauptstadt Mexikos.
Hier entstanden einige der bekanntesten Gerichte des Landes.
Typisch für Oaxaca sind:
- Mole (eine komplexe Sauce mit Chili, Schokolade und Gewürzen)
- Chapulines (geröstete Grashüpfer)
- handgemachte Schokolade
- Mezcal
Ein Besuch auf einem der lokalen Märkte gehört deshalb unbedingt zu jeder Reise.
Santo Domingo – eines der schönsten Klöster Mexikos
Ein besonderes Highlight in Oaxaca City ist das ehemalige Kloster Santo Domingo.
Der Komplex beherbergt heute ein Museum und einen wunderschönen botanischen Garten.
Von hier aus hat man einen tollen Blick über die Stadt und bekommt gleichzeitig einen tiefen Einblick in die Geschichte der Region.
Die Naturwunder rund um Oaxaca
Die Umgebung von Oaxaca ist voller außergewöhnlicher Orte.
Einige davon haben wir auf einer Tagesreise besucht – und diese Tour gehört bis heute zu meinen liebsten Erinnerungen an Mexiko.

Hierve el Agua – einer meiner Lieblingsorte der Welt
Hierve el Agua ist ein Naturphänomen, das man nur schwer beschreiben kann.
Hoch in den Bergen befinden sich natürliche Mineralbecken, aus denen man auf einen versteinerten Wasserfall blickt.
Man kann dort baden, Fotos machen und die unglaubliche Aussicht genießen.
Der Weg dorthin ist kurvig und abenteuerlich – aber absolut lohnenswert.

Mitla – die mystische Ruinenstadt
Mitla war einst ein religiöses Zentrum der Zapoteken.
Die Ruinen sind bekannt für ihre geometrischen Steinmuster, die zu den schönsten präkolumbianischen Ornamenten Mexikos gehören.

Árbol del Tule – der größte Baum Mexikos
Im Dorf Santa María del Tule steht einer der beeindruckendsten Bäume der Welt.
Der sogenannte Árbol del Tule ist über 2000 Jahre alt und besitzt einen der dicksten Baumstämme der Erde.
Wenn man davorsteht, versteht man sofort, warum dieser Ort für viele Menschen eine spirituelle Bedeutung hat.

Mezcal – das Herz der Agaven
Oaxaca ist auch die Heimat des Mezcal.
Viele kleine Destillerien in der Region produzieren dieses traditionelle Agavengetränk noch immer auf handwerkliche Weise.
Bei einer Verkostung erfährt man viel über die Herstellung und die verschiedenen Geschmacksrichtungen – von rauchig bis cremig.

Weitere Pueblos Mágicos in Oaxaca
Der Bundesstaat Oaxaca hat mehrere sogenannte Pueblos Mágicos – kleine Orte mit besonderer kultureller Bedeutung.
Besonders sehenswert sind:
Mazunte – ein entspannter Küstenort mit Meeresschildkröten-Zentrum
San José del Pacífico – mystischer Bergort in den Nebelwäldern
Capulálpam de Méndez – idyllisches Bergdorf in der Sierra Norte
Huautla de Jiménez – bekannt für schamanische Traditionen
Diese Orte zeigen eine ganz andere Seite Mexikos – fernab der großen Touristenrouten.
Oaxaca – ein Ort mit spiritueller Energie
Viele Menschen beschreiben Oaxaca als spirituelles Zentrum Mexikos.
Vielleicht liegt es an der starken indigenen Kultur. Vielleicht an der Natur oder an den Traditionen der Zapoteken und Mixteken.
Oder vielleicht einfach daran, dass man sich hier besonders schnell mit dem Land und seinen Menschen verbunden fühlt.
Vielleicht inspiriert dich dieser hoch spirituelle Ort auch zum Heiraten. Wer weiß… Hier liest du alles Wissenswerte zum Heiraten in Mexiko
Fazit – Oaxaca gehört zu den schönsten Regionen Mexikos
Oaxaca vereint vieles, was Mexiko so besonders macht:
- wilde Pazifikstrände
- lebendige Städte
- jahrtausendealte Kultur
- spektakuläre Natur
- eine unvergleichliche Küche
Wer Mexiko wirklich verstehen möchte, sollte diese Region unbedingt besuchen.
Für mich gehört Oaxaca zu den Orten, die man nicht nur einmal im Leben bereist – sondern immer wieder.
Im Anschluss an Oaxaca egnet sich ein Badeaufenthalt an der Pazifikküste. Badeaufenthalt mit Ausflügsmöglichkeiten gibt es dagegen eher an der Riviera Maya – der Karibikküste.
