Manchmal braucht es gar keine große Reise.
Ein paar Tage reichen schon, um den Kopf durchzulüften, Salz in der Luft zu riechen und das eigene Tempo wiederzufinden.

Genau so entstand unser Kurztrip nach Kroatien.

Ein paar Stunden Autofahrt, einmal durch Österreich und Slowenien – und plötzlich liegt das Meer vor einem. Dieses besondere Blau, das nur das Mittelmeer hat, dazu Berge im Hintergrund und kleine Küstenorte mit engen Gassen.

Kroatien ist erstaunlich nah – und fühlt sich doch sofort wie eine kleine Auszeit vom Alltag an.

Warum Kroatien perfekt für eine kleine Auszeit ist

Ich war noch nicht oft in Kroatien, aber schon nach diesem Kurztrip verstehe ich, warum so viele Menschen immer wieder dorthin zurückkehren.

Das Land bietet auf relativ kleinem Raum unglaublich viel Vielfalt.
Glasklares Wasser, das durch die kieseligen Strände fast schon karibisch wirkt. Kleine Hafenstädte mit engen Gassen, in denen sich Restaurants und Cafés aneinanderreihen. Berge, Wälder und Inseln – und überall dieses Gefühl von Sommer.

Wer gern aktiv unterwegs ist, kann wandern, Boot fahren, schnorcheln oder durch die Altstädte schlendern. Wer einfach nur entspannen möchte, setzt sich ans Meer, hält die Füße ins Wasser und lässt die Zeit ein wenig langsamer laufen.

Genau das macht Kroatien so angenehm: Es fühlt sich gleichzeitig nach Abenteuer und Erholung an.

Unsere Unterkunft

Für Kroatien finde ich Ferienwohnungen besonders passend. Viele kleine Orte leben davon, dass Menschen ihre Wohnungen oder Häuser an Reisende vermieten, und oft steckt darin eine ganz besondere Herzlichkeit.

Wir hatten eine kleine, liebevoll eingerichtete Unterkunft in Hreljin, einem Ort oberhalb der Küste gegenüber der Insel Krk. Von dort aus konnten wir sowohl das Meer als auch das Hinterland gut erkunden.

Ich mag solche Unterkünfte sehr. Sie fühlen sich schnell ein bisschen wie ein Zuhause auf Zeit an – und genau das passt zu meiner Art zu reisen.

Warum sich ein Kroatien-Kurztrip besonders im Herbst lohnt

Viele Menschen verbinden Kroatien automatisch mit Sommerurlaub. Juli und August sind tatsächlich die Hauptsaison – mit vollen Stränden und deutlich höheren Preisen.

Doch gerade im Frühling oder Herbst zeigt das Land eine ganz andere Seite.

Die Temperaturen sind angenehm, die Orte deutlich ruhiger und man kann die Landschaft viel entspannter genießen. Das Meer ist zwar nicht immer warm genug zum Baden, aber dafür hat man Küstenorte, Naturparks und Wanderwege oft fast für sich allein.

Auch preislich macht das einen großen Unterschied. Unterkünfte kosten in der Nebensaison häufig nur einen Bruchteil dessen, was sie im Hochsommer verlangen.

Für mich persönlich war diese Jahreszeit perfekt: genug Sonne, viel Ruhe und das Gefühl, wirklich unterwegs zu sein – nicht nur Teil einer großen Urlaubskarawane.

Was man in Kroatien unbedingt machen muss

Urlaub! Sich entspannen! … und sich wunderschöne Orte anschauen, gegrillten Oktopus essen und die Füße ins Meer halten. Was noch? Mit dem Boot fahren, die Sonne auf der Haut genießen, flache Steine ins Meer springen lassen, durch die süßen Gässchen in den Küstenstädten wandern, einen traditionellen Markt besuchen, Honig kaufen, mit den Menschen reden und die Architektur bewundern. Ich wette dir fällt noch eine Menge mehr ein…

was ich aber jedem Kroatien-Besucher wirklich ans Herz legen möchte, sind die Plitvicer Seen.

Die Plitvicer Seen – ein Ort wie aus einer anderen Welt

Wenn du einmal in Kroatien bist, gibt es einen Ort, den du unbedingt besuchen solltest: die Plitvicer Seen.

Wir hatten schon viel darüber gehört, aber nichts hatte uns wirklich auf das vorbereitet, was wir dort gesehen haben.

Türkisfarbene Seen, die über unzählige Wasserfälle miteinander verbunden sind. Holzstege, die sich durch die Landschaft schlängeln. Wälder, die sich im Wasser spiegeln. Es wirkt fast ein wenig unwirklich – als hätte jemand mehrere Landschaften miteinander kombiniert.

Meine eine Freundin sagte irgendwann:

„Es sieht hier aus wie auf Island.“

Und eine andere meinte:

„Eigentlich eher wie Kanada.“

Dabei ist dieser Ort gar nicht so weit entfernt.
Nur etwa zwei Stunden von der Küste entfernt liegt dieser Nationalpark – und plötzlich fühlt man sich wie in einer völlig anderen Welt.

Für eine entspannte Wanderung durch den Park sollte man etwa drei bis vier Stunden einplanen. Besonders schön ist es nach einem Regentag, wenn die Wasserfälle besonders kräftig sind.

Im Sommer kann es hier sehr voll werden. Deshalb lohnt es sich, früh zu kommen oder Tickets vorher online zu buchen.

Was man in Kroatien beachten muss

Eigentlich muss man nur aufpassen, dass man nicht ganz aus Versehen dort bleibt 😉

Ansonsten gibt es nicht viel zu beachten. In Kroatien gibt es mittlerweile den Euro. Auch hier macht es sich prima, mit der dkb VISA an jedem Automaten (ATM) Geld ohne Extragebühr abzuheben.

Die Menschen sprechen kroatisch aber man kommt notfalls mit Englisch überall weiter. Um nach Kroatien zu kommen, musst du durch Österreich und Slovenien durchfahren.

Rechne in deine Urlaubskostenplanung unbedingt Maut und Extrakosten durch Tunnel oder ähnliches ein. Die Lebenshaltungskosten (Benzin, Lebensmittel etc… sind ähnlich hoch wie in Deutschland).

Fazit: Kroatien ist ideal für kleine Auszeiten

Dieser Kurztrip hat mir einmal mehr gezeigt, dass man nicht immer weit reisen muss, um besondere Momente zu erleben.

Manchmal reicht schon ein spontaner Entschluss, ein paar freie Tage und ein Ort, der nicht weit entfernt liegt.

Kroatien ist dafür perfekt: Meer, Berge, Natur, gutes Essen und viele kleine Städte, die man entdecken kann.

Vielleicht ist es nicht unbedingt eine Reise, die monatelang geplant werden muss. Aber genau solche spontanen Auszeiten sind es oft, die besonders lange in Erinnerung bleiben.

Und manchmal beginnt ein kleines Abenteuer eben nur ein paar Stunden von zu Hause entfernt.