2014 war ich zum zweiten Mal im Urlaub an der Riviera Maya.
Noch ohne Kinder. Ohne Weddingplaner-Telefonate. Ohne die Perspektive einer Mexiko-Spezialistin.

Einfach wir zwei. Frisch verheiratet.
Mit günstigen Flügen nach Cancún.
Und diesem Gefühl: Wir müssen wieder nach Mexiko.

Heute – über zehn Jahre später – sehe ich diese Reise anders. Reifer. Bewusster. Strategischer.
Aber sie war ein wichtiger Baustein auf meinem Weg.

Playa del Carmen – zwischen Leichtigkeit und Lerneffekt

Wir starteten mit ein paar Nächten in Playa del Carmen, damals im kleinen Hotel El Tukan direkt an der Quinta Avenida.

Playa fühlte sich wie immer lebendig an. Bars, Musik, Restaurants, Strand.
Abends durch die Quinta schlendern, tagsüber an den Strand – es war leicht.

Und dann war da Coco Bongo.

Bis 5 Uhr morgens All Inclusive feiern klingt im ersten Moment nach Urlaubsglück.
Am nächsten Tag lag ich flach. Zum Glück war es ein Regentag.

Was ich heute anders machen würde?
Eigentlich nicht viel, nur ein paar Cocktails weniger. Aber diese Discothek hat es einfach in sich. Show, Theater, Konzert und Music-Club in einem. Ich würde immer wieder rein.

Playa ist ein perfekter logistischer Hub.
Aber man muss nicht alles mitnehmen, nur weil es angeboten wird. Das würde auch viel zu viel werden…

Xplor – Adrenalin unter der Erde

Ein Highlight dieser Reise war der Tag im Xplor Park.

Zip Lines über Baumwipfel.
Unterirdische Tropfsteinflüsse.
Amphibienfahrzeuge durch den Dschungel.

Der erste Sprung vom Turm kostete Überwindung. Danach war es nur noch Adrenalin.

Nach wie vor liebe ich Freizeitparks. Nicht alle funktionieren gut mit Kindern.
Man muss wissen, worauf man sich einlässt – Preise, Zusatzpakete, Warteschlangen, Abwechselnd in die Attraktionen, nicht zusammen.

Und ja: Ich würde es wieder machen.
Aber mit klarem Zeitplan und realistischer Erwartung.

Tulum – Traumstrand & 10 Kilometer Realität

Tulum war damals Postkartenmotiv pur.

Die Ruinen am Meer.
Playa Paraíso mit Cocktails in der Hand.
Dieses unglaubliche Türkis.

Und dann die berühmten 10 Kilometer.

Wir verließen das Gelände der Ruinen aus dem Hinterausgang und fanden uns an einem der paradiesischsten Strände wieder – in der Annahme, die Colectivos seien „gleich da vorne“.
Nach unserem Strandabenteuer und ein paar Cocktails, liefen wir los. Eine Stunde durch die brütende Hitze und uns wurde klar: Das wird nichts.

Ein Taxi rettete uns – und erklärte, dass wir noch sehr weit vom Ziel entfernt waren.

Was ich daraus gelernt habe?

  • Distanzen in Mexiko nicht unterschätzen.
  • Hitze realistisch einplanen.
  • Rückweg vorher klären.

Heute plane ich Transfers anders.
Damals war es ein klassischer „Learning by Doing“-Moment.

Holbox – Sturm, Regen und trotzdem Paradies

Nach unserem Playa-Aufenthalt ging es nach Holbox.

Vier Stunden Busfahrt.
2. Klasse.
Regen durchs Dach.
Stürmisches Chiquilá.
Und eine Fähre bei Wellengang – mein persönlicher Albtraum.

Ich mag ohnehin keine Schiffe. Bei Sturm erst recht nicht.

Aber wir kamen an.

Und trotz Regen, Überschwemmung und fehlender Sonne wussten wir:
Dieser Ort ist besonders.

Muscheln am Strand auf Holbox
Auf Muscheln Laufen

Holbox war 2014 noch deutlich ruhiger als heute.
Strandspaziergänge. Muscheln sammeln. Lesen. Leckeres Essen.
Kein Programm. Kein Müssen.

Die Flamingos ließen sich lange bitten.
Am Abreisetag tauchte ein einzelner auf – unser „Quotenflamingo“.

Was ich heute sagen kann:

Holbox ist nicht wegen perfekten Wetters schön.
Holbox ist schön wegen seiner Langsamkeit.

Cancún – Markt & Salsa

Zum Abschluss zwei Tage Cancún.

Mercado 28.
Strand.
Salsa-Party im Mambo Café.
Und ein Abend mit meiner Freundin Valeria.

Cancún war für uns kein Ziel, sondern Übergang und Wiedertreffen enger Freunde.

Was diese Reise mir heute zeigt

2014 war ich Reisende.
Heute bin ich Beraterin.

Damals habe ich vieles spontan entschieden.
Heute plane ich strategisch.

Damals war Playa aufregend.
Heute sehe ich Massentourismus differenzierter. Trotzdem bleibt es meine zweite Heimat, schließlich habe ich hier 6 Monate meines Lebens verbracht.

Damals war Holbox Geheimtipp.
Heute ist es etabliert – aber noch immer besonders.

Und was geblieben ist?

Dieses Gefühl, wenn das Flugzeug in Cancún landet.

Dieses „Wir sind wieder da.“

Riviera Maya als Paar – meine heutige Einordnung

Die Riviera Maya eignet sich hervorragend für:

  • Paare, die Strand und Kultur kombinieren wollen
  • Einsteiger in Mexiko
  • Menschen, die Infrastruktur schätzen
  • Reisende, die Komfort und Abenteuer mischen möchten
  • Paare die in Mexiko Heiraten wollen oder einen Heiratsantrag planen

Aber:

Man muss wissen, wie man sie nutzt.

  • Playa bewusst wählen.
  • Tulum nicht romantisieren.
  • Holbox realistisch einschätzen.
  • Transfers planen.
  • Saison beachten

Dann funktioniert diese Region hervorragend.

Persönliches Fazit

Wenn ich auf diese Reise zurückblicke, sehe ich nicht nur Strände und Cocktails.

Ich sehe Entwicklung.

Ich sehe, wie meine Beziehung zu Mexiko gewachsen ist.
Wie aus Urlaub Neugier wurde.
Wie aus Neugier Expertise wurde.

Und vielleicht begann genau hier der Weg, der mich heute zur Mexiko-Spezialistin gemacht hat.

Viva la vida – das war damals unser Motto.

Heute würde ich sagen:

Viva la profundidad.
Denn Mexiko ist viel mehr als Oberfläche.

Riviera Maya als Paar

Vielleicht ist es sogar die beste Art und Weise die Riviera Maya als Paar zu entdecken. Rückblickend muss ich sagen, war dieser Urlaub wirklich besonders.

Wenn du mehr über die Riviera Maya lesen möchtest und aktuell deine Reise planst, dann schau unbedingt in meinem Beitrag Riviera Maya Guide vorbei!